Nachdem wir schon zweimal mit dem Auto am Gardasee waren, beschlossen wir unseren Urlaub 2006 erneut hier zu verbringen. Diesmal allerdings mit den Motorrädern. Wir nahmen uns für die Anreise drei Tage Zeit, weil wir getreu dem Motto der "Weg ist das Ziel" die Landschaft genießen und Autobahnen meiden wollten. Am ersten Tag fuhren wir von Langenhagen aus nach Süden über Göttingen, Bad Hersfeld, Würzburg, Ansbach bis Donauwörth, wo wir das erste mal übernachteten. |
Nachdem nun alle vier Zylinder wieder "befeuert" wurden lief der Motor auch wieder "rund". Wir fuhren auf Nebenstraßen entlang des Meißner-Naturparks, durch die hessische und bayerische Rhön, den Naturpark Frankenhöhe und den Naturpark Altmühltal bis Donauwörth. Hier suchten wir uns nach knapp 600 km und 10 Stunden eine Unterkunft. Wir fanden ein preisgünstiges Hotel am Stadtrand, wo wir unsere Motorräder sogar in der Garage der Besitzerin unterstellen durften. Nach einem guten Abendessen fielen wir dann nach diesem schönen, aber anstrengenden Tag in die Betten. |
Am dritten Reisetag verließen wir nach dem Frühstück St. Martin und fuhren, wieder auf Nebenstraßen, durch Meran, über das Gampenjoch, entlang des Lago di S. Guistina, durch Tuenno, vorbei am Lago di Molveno und dem Lago di Tenno mit seinem unglaublich blaugrünen Wasser nach Riva. Weiter durch Tórbole zu unserem Urlaubsdomizil in Malcésine. Am Nachmittag checkten wir im Hotel ein, brachten unser Gepäck aufs Zimmer und machten erstmal einen Spaziergang durch den Ort. |
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Am späten Nachmittag fuhren wir dann zurück nach Malcésine. Und jetzt, nur wenige hundert Meter vom Hotel entfernt, passierte es: Ina machte beim Linksabbiegen einen Fahrfehler, fuhr gegen eine Steinmauer und stürzte. Glücklicherweise stand sie sofort wieder auf und fluchte, was ich schon mal als gutes Zeichen wertete. Abgesehen von einigen heftigen Abschürfungen an den Stiefeln, der Hose und der Jacke wirkte sie unversehrt. Dies konnte man von der "Suse" leider nicht behaupten. Auf den ersten Blick glaubte ich auch bei der "Suse" seien nur Kleinigkeiten beschädigt (Blinker, Hand- und Fußbremshebel). Leider stellte sich bei genauerer Betrachtung heraus, dass doch erheblich mehr zu Bruch gegangen war (Einzelheiten gibt es hier zu sehen). Nachdem wir die Motorräder zum Hotel gebracht hatten, mussten wir uns erst einmal bei einem kühlen Bier vom Schrecken erholen.
Ina hatte doch einige blaue Flecken davon getragen und die linke Hand schmerzte stark. Am nächsten Morgen nahmen wir dann Kontakt mit dem ADAC auf und
schilderten unsere Lage. Man versprach uns, sich um unseren Fall zu kümmern und riet Ina´s Hand im Krankenhaus behandeln zu lassen. Wir folgten diesem Rat und
es zeigte sich, dass die Daumenkapsel der linken Hand gestaucht war. Ina bekam eine Schiene und einen dicken Verband. Damit verlief unser Urlaub ab jetzt
natürlich vollkommen anders als geplant.
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Unser Dank geht an dieser Stelle an die Mitarbeiter des ADAC-Büros in Mailand und den netten Fahrer von der Hertz-Niederlassung in Rosenheim. Der ADAC hat den Rücktransport von uns und unseren Motorrädern mit einem Transporter perfekt organisiert. Am Abreisetag stand um 9 Uhr ein Transporter mit samt Spanngurten für den Heimtransport unserer Motorräder vor dem Hotel bereit. Am nächsten Vormittag haben wir dann die Motorräder zu Hause entladen und den Transporter bei der Verleihfirma zurückgegeben. |