Die Schönwetterfahrer sind: Ina und Dietmar aus Langenhagen bei Hannover.
Wir wollen hier von Touren und Erlebnissen rund um unsere Motorräder berichten.


Ina

Nachdem ich einige Jahre als Sozia hinter Dietmar gesessen habe, beschloss ich im Winter 1996 mich "selbständig" zu machen und legte im Mai ´97 rechtzeitig zum Saisonbeginn die Prüfung für den Führerschein der Klasse A ab. Eine Kawasaki KL250 A hatte ich bereits im Vorjahr gekauft und ein paar Tage vor dem Prüfungstermin zugelassen. Es folgten die ersten zaghaften Versuche auf den eigenen zwei Rädern und mit zunehmender Übung wuchs auch der Spaßfaktor. Im Fahrbetrieb sollte es sich jedoch zeigen, dass die kleine Enduro trotz abgepolsterter Sitzbank für jemanden mit nur 160 cm Körpergröße zu hoch war. Weiterhin stellte sich heraus, dass es immer schwieriger wurde Ersatzteile zu bekommen und so wurde die Kawa im Januar des Jahres 2000 durch eine Suzuki GS 500E ersetzt. Nach 5 Jahren treuen und zuverlässigen Dienens war die Zeit reif für 25 PS mehr und im März 2005 kaufte ich mir eine Suzuki SV650.

Im Herbst 1975 habe ich den "Vierer" gemacht und nach zwei Jahren mit der "Fünfziger" folgte im Dezember ´77 der Führerschein Klasse 1. Im Januar ´78 wurde das erste "richtige Motorrad" gekauft, eine Yamaha RD200. Im Mai 1980 wurde die RD 200 von einer Honda CB 250G abgelöst, der ich bis zum April 1983 treu blieb. Dann packte mich das "Eintopf-Fieber" und eine Yamaha SR500 musste her. Die SR 500 wurde im April 1989 durch die 500er Enduro aus gleichem Hause ersetzt, welche ich bis Ostern 2006 mein Eigen nannte. Im April 2000 wurde zusätzlich noch eine BMW F 650 angeschafft, die doch deutlich mehr Komfort auf längeren Strecken bot, von ihr trennte ich mich dann im Februar 2004.

Dietmar mit der K100

Im Frühjahr 2003 habe ich es dann "im Kopf gekriegt": schon seit einiger Zeit spukte eine BMW K100RS durch meine Träume. Dieses Motorrad, mit dem BMW im Herbst 1983 mit allen Traditionen brach und ein bis dahin noch nicht da gewesenes Motor-/Antriebskonzept realisierte faszinierte mich immer mehr. Ich beschaffte mir Literatur über die "Flying Bricks" und recherchierte im Internet. Nachdem ich glaubte genug Informationen über die K-Reihe zu haben, begab ich mich auf die Suche nach einer "K". Ende Mai war es dann soweit - eine 1987er K100RS stand in der Garage. Bis jetzt habe ich den Kauf nicht bereut: die "Dicke" ist auch mehr als 20 Jahre nach Markteinführung  noch immer ein modernes Motorrad.

und auf der K1100

Nach drei Jahren mit der K100, dem Besuch verschiedener K-Treffen in ganz Deutschland und  im benachbarten Ausland bin ich vom "K-Virus" voll infiziert. Ich bin noch nie zuvor von einem Motorrad so überzeugt gewesen wie von der K.
Natürlich sind in den Jahren nach dem K-Debut etliche technische Fortentwicklungen gemacht worden, von denen die K100 der ersten Baureihe nicht profitierten. Aber bereits ab 1990 (bzw. 1988 mit den K1-Modellen) wurden ABS und G-Kat Standard.
Mit der Einführung der K1100 wurde dann auch die oft kritisierte, im Fahrbetrieb aber kaum störende, Drehmomentschwäche der 4-Ventil-K100 im Bereich von ca. 3500 - 4000 U/min behoben. Die K1100 erhielt dann auch das ABS-II, welches noch deutlich feinfühliger arbeitet als das Vorgänger-System. Mit der K1100 wurde die (meiner Meinung nach) schönste und ausgereifteste K der "klassischen Bauart" auf die Räder gestellt.

Und genau so eine, in Marrakesch-Rot, besitze ich seit September 2006.

Im Frühjahr 2010 kamen dann wieder Gedanken an einen Wechsel. Da der Platz in der Garage nicht unendlich ist musste ein Motorrad weichen. Die Entscheidung fiel zu Gunsten der K100, das "schwarze Biest" bleibt. Obwohl "das Biest" mich in der Vergangenheit so manches Mal geärgert hatte entschied ich mich dazu mich von der 1100er-K zu trennen. Die K1100 ist zwar definitiv das bessere Motorrad - besserer Motor, besseres Fahrwerk, bessere Bremsen, aber was bedeutet das schon wenn der Bauch sagt: "die "Schwarze" bleibt im Stall"! So kam es, das die K1100 kurz vor Ostern nach Dänemark "auswanderte".

Jetzt stellte sich die Frage, wie soll der freie Platz in der Garage ausgefüllt werden? Die Gedanken gingen in Richtung Eintopf-Enduro, BMW-Boxer oder auch V-2 aus Italien.
Wieder wurden Testberichte gelesen, Web-Seiten durchforstet, Angebote verglichen und Probefahrten gemacht. Dann stand es fest: 3 Zylinder sind genau das Richtige. Und so kam es das eine 2001er Triumph Sprint RS in meinen Besitz wechselte.

Die Engländerin hatte zum Zeitpunkt des Kaufs knapp 49000 km auf der Uhr und zeigte einige leichte Gebrauchsspuren, was unsere Freundschaft aber sicher nicht belasten wird.

Mal schauen, was die gemeinsame Zeit bringen wird...

Die Sprint bereit zu Probefahrt