"Staburags-Party" Pfingsten 2009
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Für den Pfingstmontag 2009 hatten wir uns unter dem Motto: "Staburagsen und so... " zu einer kleinen Schrauber-Party mit Kollegen aus dem flyingbrick-Forum zu Bier und Grillfleisch verabredet.

Anwesend waren Siggi und ArJey (im Forum bekannt als andreasH) mit ihrer K 1100 LT und Volker (Volker1) mit seinem Neuerwerb, einer K 75 S. Als Überraschungsgast erschien dann Marlies aus Salzgitter (MLSZ) mit Ihrer Mama (jugendliche 91), die von der Aktion gehört hatten und sich kurz entschlossen auf den Weg machten um uns zumindest moralisch zu unterstützen.

Wir begannen mit dem Zerlegen der Schwinge bei der K75, da das bei den Monolever-Modellen erheblich einfacher ist. Schnell war der Endantrieb entfernt und die Kardanwelle freigelegt. Es zeigte sich, dass die seit fast 70.000 km nicht geschmierte hintere Verzahnung doch schon stark angegriffen ist und bald erneuert werden sollte. Die Verzahnung des Endantriebs ist dagegen noch in ordentlichem Zustand. Damit das bis zum Austausch der Kardanwelle auch so bleibt wurden die Teile mit reichlich Staburags behandelt, bevor sie wieder montiert wurden.

Bei ArJeys 11er LT erwies sich die Aktion als deutlich aufwändiger und schwieriger, zumal nicht nur der Endantrieb entfernt werden musste, sondern die Doppelgelenkwelle auch erst mal ausgebaut werden  musste, um die Lage der Gelenke zu markieren. Bei der Parallever-Welle sieht die Verzahnung erwartungsgemäß noch sehr gut aus, da hier praktisch keine Bewegung in Längsrichtung auftritt. Trotzdem wurden auch hier die Verzahnungen ausgiebig mit Staburags behandelt.

Nachdem Teil "Staburags" wenigstens partiell erfolgreich abgeschlossen war, beschlossen wir zum Teil "und so..." über zu gehen und uns erst mal für die Fortführung zu stärken. Nach einigen Steaks und diversen Beilagen ging es dann an den Wiederzusammenbau der 11er.

Leider erwies sich die LT als äußerst widerwillig, als es darum ging sie wieder zu komplettieren. Schon beim Ausbau der Kardanwelle war es merkwürdig, dass sich die Welle nur mit erheblichem Kraftaufwand vom Getriebe trennen ließ. Beim Zusammenbau stellte sich heraus, das es nicht möglich war die Kardanwelle durch die Schwinge hindurch zu montieren. Die Gegenprobe mit einer anderen (2V-)Kardanwelle zeigte, dass die Verzahnung auf der Getriebeausgangswelle völlig OK war, die Verzahnung auf der Getriebeseite der Kardanwelle aber nicht richtig passte. Siggi probierte dann mit unglaublicher Geduld jede denkbare Stellung der Zähne zueinander aus - leider erfolglos.

Also musste die Schwinge entfernt werden, um erst die Kardanwelle zu montieren und dann die Schwinge darüber hinweg einzubauen. Aus irgendwelchen Gründen war die getriebeseitige Verzahnung der Kardanwelle teilweise deformiert und darüber hinaus auch nur in einer ganz bestimmten Konstellation montierbar. Der Einbau dieser Kardanwelle ist jedenfalls nicht auf dem normalen Weg durch die Schwinge hindurch möglich.

Ähnliche Schwierigkeiten machte dann auch der Einbau des hinteren Gelenks auf der Seite des Endantriebs, hier war der Sicherungsring verbogen erschwerte den Einbau erheblich. Nach etlichen Versuchen und noch mehr wüsten Flüchen saß das Gelenk dann aber doch in seiner Position. Endlich konnte die mit frischem Staburags versehene Verzahnung in die Kardanwelle eingeführt werden und der Endantrieb wieder angebaut werden. Vorteil der genannten Montage-Methode: Man kann die Gelegenheit nutzen und die Schwingenlager auch gleich säubern und fetten.

Ab jetzt dauerte es nicht mehr lange und alle Teile befanden sich wieder an ihrem Platz und Schrauben und Muttern waren mit dem richtigen Drehmoment angezogen.

Ich glaube wir waren alle ziemlich happy, als die 11er dann endlich wieder komplett war. Jetzt sollte es aber wieder für die nächsten 50.000 km gut sein. Hoffentlich!

 

Gleich geht´s los...

So sieht der Antrieb von innen aus

Jetzt muss die Welle noch raus

erstmal die Verzahnung säubern

Au - das sieht nicht mehr gut aus

"Muss ich noch lange halten?"

Volker macht sich

erstmal mit seiner K75S

vertraut

Der "Fan-Club" sorgt zwischendurch

für´s leibliche Wohl

Auf geht´s, wo soll ich anfangen?

Irgendwie muss die ver.... Welle doch hier rein zu kriegen sein. Das wird nix, die
Schwinge muss raus. So, jetzt wieder zusammenbauen Gleich mal die Lager fetten
Jetzt noch den Endantrieb fetten ... und dann das Rad rein - fertig! "Wird die noch gebraucht?"

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